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Ich möchte einen Zustand 1 Audi 50 kaufen - so fängt meist alles an.

Mit dieser einfachen Aussage beginnt es zumeist. Doch was jetzt genau hinter dem Audi 50 steckt - die Technik und vor allen die Karosserie ist für die meisten eine Buch mit 7 Siegeln.
Wir haben im Laufe der Jahre viele Typ 86 besichtigt und sehr oft richtige Ruinen entdeckt. Doch wie können wir neben unserer Tätigkeit als IG den Suchenden helfen ? Unsere Mitstreiter sehen sich gerne Typ 86 für Sie an und helfen Ihnen die richtige Entscheidung zu treffen. Oft haben wir Interessierte schon von Reinfällen und Blendern bewahrt.

Jedoch können wir nicht immer und jederzeit vor Ort sein um eine Besichtigung durchzuführen. Deshalb auf den nächsten Seiten ein paar Bilder und eine kurze Zusammenfassung der Stellen, auf die man unbedingt achten muss.

Der Audi 50 und Polo 1 rosten gerne im verborgenen. Hier nun eine kleine Hilfestellung für die Besichtigung:

- Frontblech vorne: Gerne rosten diese an der Unterkante durch und am Kotflügelansatz rechts und links. Kleine Rostpickel deuten bereits eine Durchrostung von innen nach außen an.

- Kotflügel: Die Kotflügel rosten unten an der Verschraubung zur Karosse - Übergang Schweller und vorne zum Übergang Verschraubung Frontblech. Ganz besonders achten muss man bei der Aufsicht auf den Flügel auf die Ansatzkante zum Stehblech und der Übergang zur A-Säule oben Zeigen sich bereits kleine Rostpickel oben auf dem 10 cm zur A-Säule, ist der Flügel komplett durch und die A-Säule meist auch verottet. An der vorderen Kante, wo der Kotflügelchrom angebracht ist, rostet es auch. Pickel deuten auch hier eine Durchrostung an.

- Türen: Die Türen rosten im unteren Bereich aufgrund fehlender Hohlraumversiegelung. Die “N”Modelle (einfach Modelle ohne Chromzierrat) sind meist besser. Die normalen Türen rosten an den Ansatzkanten der Fensterschachtleisten, am Dreiecksfenster, an allen Falzen und im Bereich der Unterkante bios 10 cm Türblatthöhe von unten.

- Seitenteile: Die Seitenteile des Audi 50 sind eine der absoluten Schwachstellen. Die Außen- und Innenseitenteile haben nur die werksmäßige Phosphatierung als Schutz - hier kommt beim Lackiervorgang keine Farbe hin. Das Seitenteil rostet verstärkt im Bereich Übergang zum Schweller ( an der Schweißnaht) Hier sitz von innen ein sogenannter”Zugluftstopfen” in Form eines dreieckigen Schwamms. Wurde der Wagen nicht hohlraumversiegelt, saugt dieser Schwamm das Kondenswasser regelrecht auf. Das Seitenteil rostet auch im Bereich der Radläufe. Modelle bis Juli 1976 sind meist besser, weil ab Juli die Plastikabdeckungen für die Radläufe eingeführt wurden. Hier sind dann 2 zusätzliche Löcher im Radlauf uns eines im Schweller.Das Außen- und Innenseitenteil sind im Bereich der Radläufe miteinander verpunktet. Auf der rechten Seite die Gummumanschette des Tankdeckels herausnehmen. Hier stehen die Innen- und Außenseitenteile 5 mm auseinander! Oft rostet es hier auch stark.Das Seitenteil endet hinten in der sog. Endspitze. Diese kann von außen begutachtet werden. Der original Gummistopfen (Flatterventil) muss vorhandes sein. Die Schweißnähte zum Heckblech rosten unter der Karosseriedichtmasse. Die Endspitzen bitte vom Kofferraum auf mit der Hand ertasten. Sind hier bereits Schweißdrahtspuren ? Kommt Dreck und Rost zum Vorschein ? Die Seitenteil rosten gelegentlich im Bereich der Seitenscheiben an der Unterkante. Wenn verräterische Rostblasen von außen unter der Dichtung sichtbar werden, auch hier genauer nachsehen. Unbedingt die hintere Seitenverkleidung auf beiden Seiten lösen ! Nicht vom meckerden Verkäufer irritieren lassen. Wer hier tief reinfasst, bekommt den o.g. Zugluftschwamm zu fassen. Den rausziehen und kontrollieren. Hat der Rostansätze ist der Schweller in dem Bereich meist durch. Man kann bis ins Seitenteil hinuntergreifen und so bestens im Bereich der 3 fach Bleche fühlen. Auf der Beifahrerseite kommt man beim fühlen ans das Tankrohr auch “Bröselrohr” genannt. Dieses durchzieht das Innenseitenteil und endet im Unterboden der Sitzwanne hinten. Hier läuft der Tankschlauch / Entflüftungsschlauch des Wagens durch. Dieses Rohr feste in der Hand drücken. Meistens hat man dann Einzelteile in der Hand. Das Bröselrohr lässt Feuchtigkeit durch und auf der Beifahrerseite sind die Seitenteile meistens sehr stark betroffen. Nur Testmodelle, die mit Dinol etc. geflutet wurden sind hier besser. Hier entscheidet sich, ob man den Wagen nimmt, oder nicht.! Diese Stellen sind von außen meist mit mehreren Flicken “tüvgeschweißt”. Bei aller Euphorie, ist der Wagen hier stark lädiert, lasst besser die Finger weg.

- Heckblech: Das Heckblech rostet an der Ansatzkante zu den Seitenteilen. Besonders gefährdet ist der Bereich , wo die Reserveradmulde ans Heckblech grezt. Oft sind die Halter der Heckblechs an der Reserveradunterkante weggefault oder direkt hinter der Reserveradwanne ist das Heckblech durch. Hier kam bei der Weeksversiegelung keine Karosseriemasse hin. Bei der Fahrt sammelte sich hier das Wasser und der Dreck. Wer es vernünftig regeln will, muss auf eine gesamtes Heckblech zurückgreifen, welches es nur als VW Originalteil gab.

- Motorhaube: Rostet gerne an allen Falzen und an den teilweise nur verklebten Querträgern. Der hintere Querträger ist teilweise mit einer Art BAuschaum verstärkt, hier ist der Gilb besonders hartnäckig. Es rostet auch gerne im Bereich der Batterie , die Haube ist hier durch übertretende Batteriesäure oft angegriffen

- Schweller: Die Schweller rosten im ganzen sehr stark. Wie bereits beschrieben, liegt das am Zugluftstopfen der eigentlich Geräuschentwicklungen verhindern sollte. Der Schweller rostet vorne im Bereich zur Kotflügelanlagekante - dann am Ansatz zum Seitenteil. Diesen Ansatz erkennt Ihr am besten, wenn Ihr die Türe öffnet. Auf der Einstiegsleiste ca. 15 cm von hinten sieht man die Schweißansatzkante. Besonders betroffen ist auch der Bereich Schweller / Übergang Wagenheberaufnahme vorne. Die Wagenheberaufnehmen wurden nicht geflutet und rosten ganz gerne durch. Kurioserweise kann man bei entferntem Teppich und Teermatten einen 10 mm Hohlraumstopfen finden ! Wäre dieser immer benutzt worden, hätten wir keine defekten Wagenheberaufnahmen. Hinten ist besonders der Übergang Innenradlauf - Außenseitenteil und Innenseitenteil-Radkasten gefährdet. Das Belch der hinteren Abschlußes wird aus 3 Blechen zusammengeführt. Hier ist meistens schon ein Ersatzschweller übergeschweißt worden. Es mützt nichts den Rost zu verstecken, er muss großflächig rausgeschnitten werden. Rost ist wie Krebs - man darf nichts zurücklassen.

- Windlauf vorne: Am Windlauf (Blech vor der Scheibe) genauestens in die Ecken fassen. Hier kleben kleine Karosserieknuddel. Diese versuchen abzuknibbeln. Rost ? Dann ist der Bereich A-Säule oben Übergang Windlauf schon angegriffen.

- Wasserkasten:Besonders unter der Batterie nachsehen. Durch übergelaufene Batteriesäure oft stark angegriffen. An der Verschraubung des Halteblechs für die Batterie sitzt auch meistens Rost. Bei Restaurationen generell den gesamten Wasserkasten von der Teerpappe befreien. Meistens kommen dort einige Löcher zum Vorschein. Bitte auch von innen prüfen. Hierzu die Ablagenverkleidung Beifahrerseite herausnehmen und schauen. Ist das Batteriefach von unten pickelig oder gar schon durch ? Hier kommt auch oft der feuchte Fußraum her oder das mit Wasser gefüllte Ablagefach.

- Sitzbank hinten:Vom Innenraum die Sitzbank hochheben. rechts und links schauen, dort wo z.B. auf der Beifahrerseite die Gurtschraube sitzt. Warum sehen Sie an den Bildern der nachfolgenden Seite. Das wollen wir Ihnen ersparen.

- Teppichecken vorne:Die Teppichecken vorne innen A-Säule abnehmen und den Teppich wegdrücken. Wie sieht das Bodenblech aus? Den Übergang zur A-Säule prüfen. Ruhig drücken oder einen Schraubenzieher nehmen. Hier setzt sich fort, was unter der Wagenheberaufnahme beginnt.

- Heckklappe hinten: Die Heckklappe rostet generell unten auf den letzten 3 cm durch. Zuerst durch die Löcher der Zierleiste bis 1979 - die aus Metall war und geklipst wurde. Dann durch die porös werdende Heckklappendichtung. Gerade bei der unteren Auflage der Dichtung an der Klappe genauestens schauen. Oft gibt es Rostblasen. Hier kommt dann auch der Wassereinbruch im Kofferraum her. Das Wasser läuft dann unter die Rücksitzbank und in die Reserveradwanne. Ebenso sind oft die Heckleuchten undicht.Die Heckklappe rostet auch gerne oben an den Scharbieren ab oder durch. Gleich auch an der Karosse schauen wo die Heckklappe mit der Karosse verschraubt wurde.

- Stoßstangen: Rosten bei den Chrommodellen gerne durch. Gerade im Bereich der Stoßstangenhalter. Der Chrom ist schnell pickelig. Am besten neue Stangen organisieren und sofort mit Fluid Film oder Hohlraumwachs D 33 fluten. Pickelige und verrostete Stangen lohnt es nicht neu zu verschromen. Für den Preis man noch ein paar bei Ebay.

- Stehbleche vorne: Genauestens prüfen. Rosten meistens genau am 90 Grad Falz durch, wo der Kotflügel aufliegt. Meistens großer Rostherd vorne, wo die Kotflügelspitze mit den Stehblech und Frontblech zusammentrifft. Hier wieder auf die Pickel auf der Kotflügelspitze achten: Ein sicheres Indiz für viel Arbeit. Die Stehbleche rösten auch gerne hinten an der Motorhaubenbefestigung. Die Motorhaubenhalteungen sind oft richtig abgefault. Dann wird es wieder heftig, da fast kein Reparaturblech diese Ecke abdeckt mit der Einschweißmutter

- Dome vorne und hinten:Oft rosten die vorderen Dome - doppeltes Blech - am Übergang zum Innenradhaus unter der Karosseriedichtmasse. Hinten faulen die frühen Modelle gerne unter der Kunstlederradhausverkleidung durch. Bis jetzt jedoch meist bei Modellen aus 1974 festgestellt.

- Rahmenträger vorne und hinten: Auch hier meist starker Rostbefall, der sich durch Versiegelung hätte vermeiden können.

- Dachhaut: Modelle bis 1979 rosten gerne im Bereich der Dachsteben. Das heisst: Sehen Sie bereits kleine Rostpickel auf der Dachhaut meistens 40 cm von vorne und hinten gemessen, ist das Dach fast duch. VW hat einen hygroskopischen, starren Kleber verwendet. Auch Modelle Zustand 2 + rosten hier und zwar durch die Schleifbewegung vom Dach zum Kleber / Spriegel. Hier hilft nur entrosten per “Negerkeks”. Darauf achten, daß das Dach gekühlt wird, sonst fällt es an den Stellen gerne ein. Fertan 2 Tage einwirken lassen, ordentlich mit Wasser Reste wegspülen und dann mit z.B. Rot Braun versiegeln. Karosseriekleber- elastisch - nicht vergessen.

Eines ist besonders wichtig: Auch wenn Sie ein Top Garagenmodell bekommen, müssen Sie es sofort versiegeln. Das Kondeswasser setzt sich gerne ab und er kann innerhalb von 1 - 1,5 Jahren im Alltagsbetrieb total durchrosten an all den beschriebenen Stellen.

Wir helfen Ihnen bei schwierigen oder unklaren Fällen gerne weiter. Notoieren Sie sich Standort, Verkäufer und Fahrgestellnummer. Viele Autos haben wir schon gesehen und können ihnen zustimmen oder vom Kauf abraten. Die Bilder werden Ihnen schon ein paar Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Wir helfen einen Reinfall zu vermeiden.

Sie fragen - wir helfen - das verstehen wir unter unserem Motto : “Der Audi 50 ist unsere Passion”

Jetzt folgen die Bilder und die ernüchternde Wahrheit........